Diese Monografie präsentiert eine kartographische Analyse der Transportzugänglichkeit von Siedlungen auf der Grundlage der Graphentheorie und der Isochronenmodellierung am Beispiel der Oblast Sumy (Ukraine). Die Forschung integriert Netzwerkzentralitätsmaße mit zeitbasierter Erreichbarkeitskartierung, um räumliche Ungleichheiten, strukturelle Hierarchien und die funktionalen Rollen der Zentren territorialer Gemeinschaften zu identifizieren. Die Transportzugänglichkeit wird durch einen Multi-Methoden-Ansatz untersucht, der Graphentopologie, Konnektivitätseigenschaften und Zentralitätsmetriken (Grad-, Closeness-, Betweenness- und Eigenvector-Zentralität) kombiniert. Die Isochronenkartierung von PKW-Fahrzeiten zu Bezirkszentren ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen struktureller Netzwerkzentralität und tatsächlichen Erreichbarkeitsbedingungen. Die Ergebnisse zeigen eine differenzierte räumliche Struktur des Verkehrsnetzes, einschließlich eines hochintegrierten Kerns, eines Systems von Transitknoten und peripherer Gebiete mit eingeschränkter Erreichbarkeit. Besonderes Augenmerk wird auf Transitzentren und potenzielle Engpässe gelegt sowie auf Fälle, in denen die Netzwerkzentralität nicht der Isochronen-Erreichbarkeit entspricht, was wichtige methodische Einschränkungen hervorhebt.