Als Fernost durch die Finanzkrise von 1997 erschüttert wurde, wurden Corporate-Governance-Reformen in vielen Ländern zu einer Priorität. Die Corporate-Governance-Strukturen und ihre regulatorischen Rahmenbedingungen haben nach vielen internationalen Benchmarks, die die Einführung neuer, vor allem angelsächsischer Praktiken förderten, erhebliche Veränderungen erfahren. Diese Arbeit zielt darauf ab, die Corporate-Governance-Reformen zweier fernöstlicher Länder, nämlich Japans und Südkoreas, näher zu untersuchen. Da die asiatischen Volkswirtschaften rasch wachsen, kommt den Offenlegungspraktiken der Unternehmen in ihren Jahresberichten und der Veröffentlichung ihrer Risikomanagementrichtlinien eine besondere Bedeutung für Investoren und Entwickler globaler Wirtschaftsstrategien zu. Diese Studie zeigt auch den Umfang der Offenlegung der 30 größten Unternehmen der beiden Länder, die derzeit führende Positionen auf dem globalen Markt einnehmen. Das Thema ist aufgrund der einzigartigen Unternehmenskulturen der beiden Länder und der zunehmenden Bedeutung von Transparenz, die zu guten Investor- und Öffentlichkeitsbeziehungen beitragen kann, von Interesse.