Die ländliche Gemeinde Kewa im Kreis Djenné (Region Mopti) ist stark von Klimaschwankungen betroffen, die sich auf die wirtschaftlichen Aktivitäten, insbesondere die Fischerei, auswirken. Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss dieser Variabilität auf die wirtschaftliche Diversifizierung der lokalen Fischer zu analysieren. Zu diesem Zweck wurden Daten von 130 Personen, darunter Fischer und Experten, in diesem Gebiet des Niger-Binnendeltas gesammelt. Die Schwankungen des Wasserstands der Flüsse, die mit dem Klima (weniger Niederschläge, höhere Temperaturen, Dürren) und menschlichen Faktoren zusammenhängen, wirken sich auf die Verfügbarkeit der Fischbestände aus. Angesichts dieser Herausforderungen haben die Fischer vielfältige Anpassungsstrategien verfolgt: Landwirtschaft, dörfliche Bewässerungsperimeter, Gemüseanbau, Mangoanbau, Herstellung von Pirogen, Migration und Intensivierung der Fischereianstrengungen. Diese Diversifizierung verringert die ausschließliche Abhängigkeit von der Fischerei und mildert die klimatischen Risiken. Somit erscheint sie als eine Schlüsselstrategie, um die Widerstandsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung der Kewa-Gemeinschaften angesichts der zunehmenden Klimaschwankungen zu gewährleisten.