Der Einfluss der neuen Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) auf unser Bild vom historischen Marx wird allmählich erkennbar. [...] Frühere Ausgaben waren unvollständig, bisweilen ungenau und selektiv, teils aus politisch-ideologischen Gründen, teils weil das Werk von Marx erst allmählich zur Gänze bekannt geworden ist. Die neue Ausgabe behebt diese Schwächen und stellt mit ihrer peniblen editorischen Kommentierung der Forschung eine neue Grundlage zur Verfügung. Jürgen Kocka in: Der Tagesspiegel, 24.01.2018, S. 21 Die Bandbearbeiter geben in ihrer Einführung dem Leser eine beziehungsreiche, eo ipso auf Fakten und Wahrscheinlichkeiten beruhende Erzählung der Schaffensumstände zur Hand -- in klarer Sprache, was bei der Kompliziertheit der Materie nicht selbstverständlich ist. Jens Grandt in: Süddeutsche Zeitung, 18.12.2017, S. 12 In zwölf Aufsätzen von durchweg guter Qualität arbeiten die Autoren die Bedeutungsschwere des Werkes für die Ideengeschichte und für die Entwicklung der modernen Sozialwissenschaft heraus [...] Das Interessante daran ist, dass die gewonnenen Erkenntnisse nicht nur die identifizierten Widersprüche in der Argumentation oder in den von Marx und Engels verwendeten Begrifflichkeiten in ein neues Licht rücken, sondern ganz nebenbei auch die Mängel einer ideologisch-einseitigen Lesart zutage gefördert werden. Dem entgegen handelt es sich bei diesem Band um eine Interpretation, die selbst noch Interpretationen zulässt und dazu verleitet, das Original ganz neu zu lesen. Michael Vollmer in: pw-portal (10. 3. 2010) Der Band versammelt sehr unterschiedliche Stimmen, die die Vielfältigkeit der 'Deutschen Ideologie' in ihren zum Teil wiedersprechenden Interpretationen lebendig machen. [...] Der Leser erhält zusätzlich zu den wesentlichen Argumenten des Textes, der zu den kompliziertesten Schriften von Marx und Engels gehört, ein ausgewogenes Panorama heutiger Marxismus-Forschung. Thomas Meyer in: Frankfurter Rundschau vom 27. August 2010