Indem er den in den einheitlichen Rechtsakten der Organisation für die Harmonisierung des Wirtschaftsrechts in Afrika (OHADA) enthaltenen Rechtsnormen den Charakter der öffentlichen Ordnung verlieh, scheint sich der OHADA-Gesetzgeber von dem Ziel entfernt zu haben, das mit dem am 17. Oktober 1993 in Port Louis (Mauritius) unterzeichneten OHADA-Vertrag angestrebt wurde. Demnach sollen die gemeinsamen Normen einfach, modern und an die Wirtschaft in den Vertragsstaaten angepasst sein. Angesichts der Imperativität oder Rigidität, die die öffentliche Ordnung kennzeichnet, könnte man jedoch feststellen, dass die Bestimmungen der öffentlichen Ordnung mit dem flexiblen rechtlichen Ansatz, der für einen bestimmten Einheitlichen Rechtsakt befürwortet wird, unvereinbar sind. Es müssen also Mechanismen gefunden werden, um die Bestimmungen der öffentlichen Ordnung an die einheitlichen Rechtsakte anzunähern. Dies würde durch eine Anpassung des Ausdrucksrahmens für die Bestimmungen der öffentlichen Ordnung in den Einheitlichen Rechtsvorschriften geschehen, zunächst durch eine Deregulierung dieser Bestimmungen der öffentlichen Ordnung und anschließend durch die Wahl eines neuen rechtlichen Ansatzes namens ""Regulierung"".